EinbruchmeldesystemeBrandmeldesystemeVideo-ÜberwachungZugangskontrolleZeiterfassungssystemeRettungswegsystemeGebäudemanagement-Systeme
Aktuelles
Jobs
  Impressum
TÜV-Cert
 
  Waches Auge auf „Blinde Alarme"
Die Burt GmbH hat das Zertifikat zum Prüfen 
[zurück]
 
   

Ingersheim - Jährlich schlagen knapp 400 Brandmelder von Firmen, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen im Kreis Ludwigsburg über 300-mal Alarm. Laut einer bundesweiten Umfrage rückte die Feuerwehr dabei in 95 Prozent umsonst aus: Blinder Alarm. Damit sich das künftig stärker in Grenzen hält, müssen diese Anlagen regelmäßig überprüft werden.
________________________

Firmenporträt

„Die meisten Fehlalarme werden durch den Betreiber selbst ausgelöst. Es werden Arbeiten -wie Schweißen oder Tätigkeiten mit Rauchentwicklung - durchgeführt und vorher wird vergessen, das System rechtzeitig abzuschalten. Technik und Projektierung können auch nicht ohne Fehl und Tadel sein, dürften aber einen Anteil von fünf bis zehn Prozent nicht überschreiten", schätzt Oliver Burt.
Seit einem halben Jahr dürfen nur noch Firmen Anlagen überprüfen, die ein entsprechendes Zertifikat haben, eine davon ist die Burt GmbH in Ingersheim mit 15 Mitarbeitern. Um sich zur Prüfung anmelden zu können, muss in einem Betrieb ein anerkanntes Qualitätsmanagement-System eingeführt sein. Im Hinblick auf Fachkunde und technisches Hintergrundwissen muss jeder Mitarbeiter fit sein. „Auch Vorschriften und Planungsgrundlagen werden abgefragt", erklärt Firmenchef Burt. Höhepunkt des Tests ist der „Check am Objekt" - die Theorie wird auf praktische Umsetzung abgeklopft.

Oliver Burt

Überwachung ist sein Metier:

Oliver Burt von der Ingersheimer Burt GmbH

Die Verschärfung der Richtlinie hat bundesweit etwa 1000 Firmen ein lukratives Geschäftsfeld genommen, in der Region Mittlerer Neckar etwa 40. Nicht nur Planung und Installation spülen Geld in die Kassen, sondern auch die regelmäßige Wartung. Der Burt-Umsatz belief sich im vergangenen Jahr auf rund zwei Millionen Euro.
Wartung ist jedes Vierteljahr fällig, will ein Betreiber nicht riskieren, dass die Feuerwehr die Anlage still legt, die Versicherung im Schadenfall Schwierigkeiten macht. Knapp 500 deutsche Unternehmen gibt es, fünf im Landkreis, die diese Voraussetzungen erfüllen.
Burt: „Vor allem kleineren und mittleren Elektrikerbetrieben war der Aufwand zu hoch." Nicht nur Feuer gehört zum Geschäft von Burt: „Wir machen alles rund um die Gebäudesicherheit", also Einbruchschutz, Videoüberwachung, Zugangskontrollen und Rettungswegetechnik. Möglich ist alles: von der Überwachung einer Penthousewohnung für 5000 Euro bis zum kompletten elektronischen Werkschutz ä la Hochsicherheitstrakt mit allen Finessen - Preise nach oben offen.

Dabei wird bei Burt auf Eigenentwicklungen verzichtet. „Wir verbinden nur modernste und bewährteste Module unterschiedlicher Hersteller", sagt Burt. Denn: „Bei unserer Firmengröße könnten wir mit dem Stand der Technik gar nicht mithalten." Für Zugangskontrollen und Zeiterfassungssysteme werden in den meisten Fällen immer noch Chip-Karten verwendet. „Wir sind zwar längst so weit auch biometrische Daten abzufragen, wie Fingerabdruck oder Irisstruktur, für deren Abgleich aber sind riesige Computer-Rechnerleistungen nötig", begründet Burt, dass auf diese modernste und fälschungssicherste Art nur in extrem hoch sensiblen Bereichen mit entsprechend niedriger „berechtigter Besucherfrequenz" zurückgegriffen wird.
Dass sämtliche Bürger einer Nation derart erfasst und auf die Schnelle kontrollierbar seien, sei zwar theoretisch möglich. „Mehr aber auch nicht, da derzeit unbezahlbar und damit Zukunftsmusik - auch wenn die Melodie von Politikern gerne angestimmt wird", meint Oliver Burt.