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  Heimrauchmelder dürfen günstig sein, aber nicht billig!
Fragen an den Spezialisten Oliver Burt aus Ingersheim 
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„Herr Burt, wundert Sie die große Rückholaktion von Rauchmeldern?“

„Ehrlich gesagt nein, eigentlich hat so was passieren müssen. Man hat sich schon gewundert, wie weit die mit den Preisen runter sind. Dass da eine Zeitbombe tickt, konnte man ahnen. Sicherheit kann zu diesen Preisen nicht produziert werden. Allein das Testen der Geräte vom Hersteller vor dem Verkauf kostet über 2 Euro. Hinzu kommen noch Material und Produktionskosten sowie eine hochwertige Batterie, die unter 3 Euro gar nicht zu haben ist. Rauchmelder unter 10 Euro sind Billigprodukte aus Asien. Für diesen Preis kann man kein vernünftiges Gerät erwarten. “

„Warum brauchen wir zu Hause einen Brandschutz?“

„Brandschutz hat auch im privaten Bereich nichts mit Angst oder übertriebener Vorsicht zu tun, sondern ist Vorsorge und Weitsicht! Sie schützen sich und Ihre Familie, Ihr Haus, Ihr Hab und Gut.“

„Worin besteht die Hauptgefahr bei einem Feuer?“

„Wenn es im Haus brennt, geht die Hauptgefahr für uns nicht vom Feuer aus, sondern von der Rauchentwicklung. Im Schlaf zu ersticken ist die größte Gefahr.
Praktisch jeder Brand erzeugt Rauch. Deshalb kann man sich durch einen so genannten Rauchmelder schützen. Dieses Gerät reagiert auf brandbedingten Rauch, so dass im Fall des Falles ein lautes Warnsignal ertönt.“

„Worauf sollte man beim Kauf eines Brandmelders achten?“

„Rauchmelder ist nicht gleich Rauchmelder. Wie bei allen Dingen gibt es auch hier deutliche Qualitätsunterschiede. Gute Geräte geben beispielsweise einen Warnton ab, wenn die Batterie ausgewechselt werden muss. Das ist bequem und sicher. Letzte Kaufsicherheit gibt das VdS-Gütesiegel, das alle VdS-anerkannten Sicherheitsprodukte tragen müssen. Anerkannte Rauchmelder haben bewiesen, dass sie sehr hohen Anforderungen hinsichtlich der Funktions- und Störsicherheit genügen und somit im Ernstfall auch ordnungsgemäß arbeiten. Unser Tipp:
Lassen Sie sich die VdS-Anerkennung des Produkts auf der Auftragsbestätigung bzw. Rechnung bestätigen.“

„Worauf sollte man bei der Montage eines Rauchmelders achten?“

„Einen batteriebetriebenen Rauchmelder kann man leicht selbst anbringen. Wichtig ist nur, dass der Rauchmelder an den jeweils richtigen Platz montiert wird. Montiert werden Rauchmelder dort, wo ihr Alarmsignal von allen Bewohnern gehört werden kann. Er sollte direkt unter der Decke und möglichst in oder nahe der Raummitte montiert werden.
Nicht montiert werden Rauchmelder in der Küche, im Badezimmer, in der Garage, im Heizungsraum. In diesen Räumen kann durch die alltägliche Nutzung Dampf und Rauch entstehen, was zu Fehlalarm führen kann.
Um sicherzustellen, dass der Rauchmelder im Ernstfall auch wirklich funktioniert, muss er immer mit einer Batterie bestückt sein, ist seine Funktion per Prüftaste monatlich zu kontrollieren, darf er nicht übermalt oder beklebt werden, muss man ihn jährlich sorgfältig abstauben.“

„Welche Rauchmelder empfehlen Sie, Herr Burt, und was kosten diese?“

„Wir setzen im Home-Security-Bereich seit Jahren auf den Rauchmelder Firex. Seit kurzem gibt es diesen mit einer neuen Lithium Batterie, die eine Mindestlaufzeit von 8 Jahren garantiert. Der Rauchmelder kostet im Fachhandel brutto 29,-- Euro.“

 

Oliver Burt, geboren 1961, Fernmeldeanlagenelektronikermeister, Betriebswirt und Geschäftsführer der Burt Daten- und Sicherungssysteme GmbH mit Sitz in Ingersheim.

Burt Daten- und Sicherungssysteme GmbH ist seit 1983 Facherrichter und Systemspezialist für Brandmeldeanlagen, Einbruchmeldeanlagen, Videoüberwachung, Zeiterfassung, Zutrittskontrolle, Rettungswegtechnik und Gebäudesicherheitsmanagement.